DRK-Rettungshundestaffel Friedberg

Training für die Spürnasen

Die Quarzsandwerke in Gambach sind auf den Hund gekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem Gelände des dortigen Quarzsand-Tagebaus fanden sich in diesem Frühjahr die Spürnasen der Rettungshundestaffel Friedberg ein, um gemeinsam das Aufspüren von Verletzten zu trainieren. Die Hundestaffel des Deutschen Roten Kreuz bildet sogenannte Flächensuchhunde aus, die in Wald, Feld und Flur nach menschlicher Witterung suchen.

Den vierbeinigen Rettern macht dabei so schnell keiner etwas vor. Im Einsatz kann ein Rettungshundeteam innerhalb weniger Minuten eine Fläche von etwa fünf Fußballfeldern flächendeckend absuchen – selbst eine Suchkette von 50 Personen benötigt für ein Areal dieser Größe einiges mehr an Zeit. Den Tieren kommt dabei ihr hervorragender Geruchssinn zugute. Bei günstigem Wind können sie einen beliebigen Menschen selbst auf große Distanzen von bis zu 150 Metern wahrnehmen.

Wer mit solch scharfen Sinnen ausgestattet ist, braucht natürlich ein entsprechend großes Trainingsgelände. Deshalb ist unser weitläufiger Tagebau für die Ausbildung der Rettungshunde wie gemacht. Zum einen handelt es sich um ein großes und zusammenhängendes Areal, zum anderen bietet das Abbaugebiet zahlreiche Versteckmöglichkeiten. Dort platzieren sich die simulierten Verletzten und die Übung für die Spürnasen kann beginnen. Das Überqueren des Geländes mit seinen zahlreichen Aufschüttungen und Hindernissen ist nicht immer ganz leicht für die Tiere. Wer aber ein echter Rettungshund sein will, der muss auch in unwegsamen Gelände sicher und schnell unterwegs sein. Auch dies ist einer der Gründe, weshalb das unebene Areal des Sandtagebaus ein ideales Übungsareal darstellt. Haben die Hunde dank ihrer feinen Nase einen Verletzten ausfindig gemacht, machen sie je nach Ausbildung entweder mit lautem Bellen auf sich aufmerksam oder Sie kehren zu ihrem Hundeführer zurück, den sie gezielt zum Fundort führen.

Das Suchen im Sand machte den Vierbeinern sichtlich Spaß. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass es sich um eine Übung für den Ernstfall handelt. Auch deshalb ist für die Tiere gute Ausbildung und regelmäßiges Training enorm wichtig, um einsatzfähig zu sein. Aktuell stellt die Rettungshundestaffel Friedberg 14 Hundeführer mit ihren 14 Hunden. Die Hunde befinden sich in verschiedenen Ausbildungsstadien vom Welpen bis zum mehrfach geprüften Rettungshund. Entsprechend bunt war auch die Mischung der an der Übung teilnehmenden Hunde. Vom Junghund in Ausbildung bis zum geprüften Flächensuchhund waren alle Altersklassen vertreten. So hatten alle zwei- und vierbeinigen Übungsteilnehmer viel Freude und konnten einige wertvolle Erfahrungen mitnehmen. Wir würden uns nach dem spannenden Tag jedenfalls sehr freuen, die Rettungsstaffel auch bei der nächsten Übung wieder in Gambach begrüßen zu dürfen – und natürlich wieder gemeinsam auf den Hund zu kommen.

Mehr Informationen zur DRK-Rettungshundestaffel Friedberg unter: www.rettungshunde-drk-friedberg.de

Bildquelle: RHS OV Friedberg – Wöllstadt


Gefunden: Jung-Labrador Oskar – noch am Anfang seiner Ausbildung – hat die „verletzte“ Zielperson aufgespürt

Gefunden: Jung-Labrador Oskar – noch am Anfang seiner Ausbildung – hat die „verletzte“ Zielperson aufgespürt.

Der Australian Kelpie Diego ist bereits geprüfter Flächensuchhund und kann sich auch in schwerem Gelände sicher und schnell bewegen

Der Australian Kelpie Diego ist bereits geprüfter Flächensuchhund und kann sich auch in schwerem Gelände sicher und schnell bewegen.

Ist eine verletzte Person gefunden, führen die Rettungshunde die Hundeführer je nach Ausbildung durch Bellen oder auch durch Führen an der Leine zum Fundort

Der Australian Kelpie Diego ist bereits geprüfter Flächensuchhund und kann sich auch in schwerem Gelände sicher und schnell bewegen.

Die Vierbeiner haben beim Üben im Quarzsand-Tagebau sichtlich Spaß

Die Vierbeiner haben beim Üben im Quarzsand-Tagebau sichtlich Spaß.

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