#TBT: Verantwortung für Menschen – damals wie heute

Schon früh war bei den Quarzwerken klar: Wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung gehören untrennbar zusammen. Ein Blick in die Unternehmensgeschichte zeigt, welchen Stellenwert die Mitarbeitenden bereits vor vielen Jahrzehnten hatten – und wie konsequent dieses Verständnis gelebt wurde.

Bereits in den 1930er-Jahren investierte das Unternehmen nicht nur in Technik und Produktion, sondern auch gezielt in soziale Sicherheit und Arbeitsbedingungen. Besonders eindrucksvoll ist das umfassende Engagement zum Schutz der Gesundheit: In den Mahlwerken sorgten überdimensionierte Absauganlagen und Frischluftzufuhr dafür, mögliche Staubbelastung von Anfang an zu minimieren. Ergänzt wurde dies durch regelmäßige medizinische Betreuung – inklusive halbjährlicher Röntgenuntersuchungen – und vorbeugende Arbeitsplatzwechsel bei Anzeichen von gesundheitlicher Risiken.

Die Quarzwerke übernahmen auch über die Arbeit hinaus Verantwortung. Schon ab 1949 entstand in Frechen eine Werkssiedlung mit Einfamilienhäusern für Mitarbeitende, weitere Wohnbauprojekte an anderen Standorten folgten. Ziel war es, gutes und bezahlbares Wohnen in Arbeitsplatznähe zu ermöglichen – ein echtes Stück gelebter Fürsorge in der Nachkriegszeit.

Ein besonderer Meilenstein war die Gründung der „Alters- und Hinterbliebenenfürsorge der Arbeitsgemeinschaft Quarzwerke e. V.“ im Jahr 1951. Sie garantierte den Beschäftigten eine zusätzliche Versorgung im Alter oder bei Invalidität – abhängig von den Dienstjahren. Damit wurde soziale Absicherung zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur.

Auch innovative Ideen zur Mitarbeiterbeteiligung wurden früh umgesetzt: Ende 1951 erhielten alle Belegschaftsmitglieder sogenannte „Babybonds“ – Beteiligungen an einer Bundesanleihe mit Gewinnchancen, deren Erträge später gleichmäßig verteilt wurden. Eine ungewöhnliche, aber sehr symbolträchtige Form, Wertschätzung greifbar zu machen.

Was besonders berührt, ist der Ton der damaligen Zeit: von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl. Zeitzeugen berichten von einer selbstverständlichen, ungezwungenen Verbundenheit zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft – sichtbar im Arbeitsalltag ebenso wie bei gemeinsamen Feiern, etwa zum 50‑jährigen Jubiläum im Jahr 1954 in Frechen.

Dieser Blick zurück zeigt: Viele Werte, die heute als modern gelten – Wertschätzung, Gesundheitsvorsorge, Beteiligung und Fürsorge – sind bei den Quarzwerken tief verwurzelt. Eine Tradition, auf die wir auch heute noch aufbauen.