Industriekauffrau Azubi

Lernen bei den Quarzwerken – Ausbildungsberufe stellen sich vor

Multi-Talente mit Organisationsgeschick: Ausbildung zur Industriekauffrau / Industriekaufmann

Kaum ein Arbeitsbereich ist so universell und so vielschichtig wie der des Industriekaufmannes bzw. der Industriekauffrau. Vom Einkauf über den Vertrieb bis hin zum Personalwesen – wo immer es etwas zu planen, zu organisieren oder zu steuern gibt, sind sie im Einsatz. Gewissermaßen sind sie der Kitt, der das Gesamtgefüge eines Unternehmens zusammenhält. Und dennoch sind bei diesen Generalisten je nach Branche und Geschäftsbereich zugleich tiefe Detailkenntnisse unabdingbar. So auch bei Ann-Katrin Watkins, die jüngst bei den Amberger Kaolinwerken, einem Unternehmen der Quarzwerke Gruppe im bayerischen Hirschau, ihre Ausbildung zur Industriekauffrau erfolgreich abgeschlossen hat.

Das Berufsfeld einer Industriekauffrau ist üblicherweise sehr breit gefasst und beinhaltet in der Regel unterschiedlichste Abteilungen in einem Unternehmen. Gilt das auch für Ihr Arbeiten bei den Amberger Kaolinwerken?

Es stimmt, dass Industriekaufleute in allen kaufmännischen Arbeitsfeldern eingesetzt werden. Das bringt in der Tat ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet mit sich. Man wirkt bei allen Abläufen in der Produktionswirtschaft, der Personalwirtschaft und vor allem auch der Materialwirtschaft mit. Entsprechend groß ist auch das Spektrum an Abteilungen, welches man im Zuge der Ausbildung durchläuft. Bei den Amberger Kaolinwerken sind dies unter anderem der Vertrieb, der Einkauf, die Finanzbuchhaltung, das Personalwesen, das Controlling, das Marketing, die IT und das Labor. Man bekommt hier im Laufe der Ausbildung einen sehr guten Überblick.

Das klingt so, als gäbe es kaum einen Unternehmensbereich, mit dem man keine Berührungspunkte hätte. Nichtsdestotrotz setzt jeder dieser vielen Bereiche doch sicherlich ein erhebliches Maß an Detailkenntnissen voraus?

Definitiv. Die weitere fachliche Vertiefung hängt natürlich davon ab, in welchem Fachgebiet man nach der Ausbildung eingesetzt ist. Bei mir ist es beispielsweise der Vertrieb, der während der dreijährigen Ausbildungszeit  mit zwölf Monaten auch die längste Ausbildungsstation ist. Hier ist man tagtäglich mit Kunden in Kontakt, die aus den verschiedensten Bereichen stammen: Glas, Keramik, Papier, aus der Baubranche und noch etliche mehr. Jeder davon hat unterschiedliche Anforderungen und Verwendungen für unsere Produkte. Da muss man die eigene Produktpalette natürlich sehr genau kennen.

Und wie geht es weiter, wenn die Bestellung erst einmal entgegengenommen ist? Gerade das Organisieren und Koordinieren von Prozessen im Unternehmen obliegt ja meistens den Industriekaufleuten.

Genau. Hier greift dann der organisatorische Aspekt, der ebenfalls einen großen Anteil des Berufs ausmacht. Vor Auftragserfassung ist es an uns, mit der Produktion zu sprechen, wann die angeforderten Güter zur Verfügung stehen. Um den Transport passgenau abzuwickeln, koordinieren wir außerdem Spediteure. Es gilt auch Angebote zu erstellen oder Mustersendungen zu verschicken. Dadurch, dass der Vertrieb auch international tätig ist, muss sich auch um Zollpapiere gekümmert werden. Man lernt hier wirklich eine Menge.

Wie sind die Ausbildung und das Durchlaufen der verschiedenen Abteilungen denn strukturiert?

Generell handelt es sich um eine duale Ausbildung, die sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Für die Zeiten im Betrieb erhält man einen Ausbildungsplan, der genau darlegt, wann und wie lange man in welcher Abteilung bleibt. Das gibt allem eine sehr transparente Struktur. In jeder der Abteilungen hat man dann die Möglichkeit, sich die grundlegenden Kenntnisse in jedem Arbeitsfeld anzueignen. Das Schöne ist, dass man bei unserem Unternehmen sämtliche Abteilungen vorfindet, die auch in großen Konzernen vorhanden sind. Man hat am Ende der Ausbildung also einen breiten Überblick über das gesamte Tätigkeitsspektrum von Industriekaufleuten. Gleichzeitig sind die einzelnen Abteilungen aber so überschaubar in der Teamgröße, dass man sich gut kennt und ein gutes Miteinander mit viel persönlichem Kontakt pflegt. Man ist hier kein No-Name, sondern ein vollwertiger Teil des Teams.

Sie haben Ihre Ausbildung im Frühjahr erfolgreich beendet. Wie geht es denn nun für Sie weiter?

Durch meine Hochschulreife konnte ich meine Ausbildung von drei Jahren auf zweieinhalb Jahre verkürzen. Seit Februar bin ich nun fest als Sales Support im Vertrieb eingesetzt, wo ich insbesondere die Mitarbeiter im Außendienst unterstütze. Das bedeutet, dass ich vor allem mit unseren internationalen Kunden in Kontakt stehe. Man lernt hier weiterhin viel Neues kennen. Und wenn man sich noch einmal fachlich weiterentwickeln möchte, findet man bei den Quarzwerken auch nach der Ausbildung generell Unterstützung. Es gibt z.B. die Möglichkeit der Fortbildung zur Industriefachwirtin / zum Industriefachwirt.

 


Arbeiten mit dem SAP System - bei der täglichen Abwicklung unserer  Geschäftsprozesse unabdingbar.

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Bei Abrechnungen aller Art gilt es den Überblick zu behalten.

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Die Korrespondenz mit den zahlreichen nationalen und internationalen Kunden gehört zum Tagesgeschäft.

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Korngrößenbestimmung mit Hilfe des Sedigraphen.

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Die Amberger Kaolinwerke Eduard Kick GmbH & Co. KG – ein Unternehmen der Quarzwerke Gruppe im bayerischen Hirschau.

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