Lernen bei den Quarzwerken – Ausbildungsberufe stellen sich vor

Der erste seiner Art bei den Quarzwerken: Ausbildung zum Chemikanten

Die Berufsausbildung hat für die Quarzwerke einen hohen Stellenwert. Junge Auszubildende auf ihren Weg ins Berufsleben zu begleiten kann viel Freude bereiten – gleichzeitig muss man sich auch der großen Verantwortung bewusst sein.

Das Berufsbild des Chemikanten passt sehr gut zu den Aufgaben, die die HPF-Produktion (High-Performance-Fillers-Produktion) jeden Tag zu bewältigen hat. Dazu gehören die Herstellung von chemischen Halb- und Fertigfabrikaten, die Anwendung der richtigen Verfahrenstechniken, das Reparieren der Produktionsanlagen sowie die Überwachung der Qualität der Endprodukte.

Die Ausbildung zum Chemikanten war für die HPF-Produktion aber noch Neuland. Aufgrund der Personalstruktur kam man vor drei Jahren zu dem Entschluss, junge Leute direkt im Betrieb auszubilden. Das ist die beste Art, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu erhalten, die die speziellen Anforderungen des Betriebes heute und in Zukunft kennen und erfüllen. Nach der abgeschlossenen Ausbildung können die jungen Chemikanten den Arbeitsbereich von den erfahrenen Mitarbeitern, die demnächst in den verdienten Ruhestand gehen, übernehmen. Seit Anfang des Jahres ist Herr Yahya Boynuince der erste Chemikant, der seine Ausbildung bei den Quarzwerken abgeschlossen hat. Im Interview erzählt der 22-jährige von seinem Alltag unter der Anleitung seiner Ausbilder Marc Hainke und Vitali Wolf.

War die Ausbildung so wie Sie es sich vorgestellt haben?

Ja, die Ausbildung war zum größten Teil wie ich sie mir vorgestellt habe. Vor allem auf die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen hatte ich mich gefreut und die ständige Überwachung der Produktionsanlagen fand ich sehr spannend.

Wie sind Sie damals auf diese Ausbildung gekommen?

Während ich noch zur Schule ging, habe ich ein mehrwöchiges Schülerpraktikum als Chemikant absolviert. Damals wusste ich natürlich noch gar nicht, was ein Chemikant so macht und welche Aufgaben er tagtäglich zu bewältigen hat. Nach dem Praktikum war ich mir aber ziemlich sicher – das ist der Job, den ich erlernen möchte.

Welches sind denn die tagtäglichen Aufgaben und was haben Sie während der Ausbildung gelernt?

Bei den Quarzwerken dreht sich natürlich alles um den Quarzsand. Ich weiß jetzt wie er gefördert und aufbereitet wird und wie man die dazugehörigen Maschinen und Anlagen bedienen muss. Und zwischenmenschlich habe ich gelernt, wie gut die Teamarbeit mit den Kollegen funktioniert! Außerdem wurden mir im Betrieb, in der überbetrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule alle nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt die ich für den späteren Berufsalltag benötige.

Sie sind der erste Chemikant, der bei den Quarzwerken ausgebildet wurde – wie war die Betreuung durch Ihre Ausbilder?

Ich war mit der Betreuung durch meine Ausbilder sehr zufrieden. Fragen wurden mir stets beantwortet, auch wenn gerade wenig Zeit dafür war. Die Ausbilder haben sich für mich Zeit genommen und mir auch sehr bei der Prüfungsvorbereitung geholfen. Das ist nicht selbstverständlich, da wir auch eine Prüfungsvorbereitung in der Berufsschule angeboten bekommen. Von anderen Unternehmen habe ich gehört, dass diese das nicht neben der Arbeit leisten können.

Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Nach meiner Ausbildung bin ich direkt von den Quarzwerken übernommen worden. Das hat mich sehr gefreut! Für die Zukunft ist es mir wichtig, nicht mit dem Lernen aufzuhören. Ich möchte mich unbedingt weiterbilden!

Für junge Menschen, die noch nicht wissen, ob der Beruf des Chemikanten das Richtige für sie ist – welche Interessen sollte man mitbringen?

Wie der Name des Berufs Chemikant schon sagt, sollte man sich für Chemie interessieren. Außerdem sollte eine gewisse Begeisterung für mechanische und technische Verfahren vorhanden sein. Weitere große Schwerpunkte in der Ausbildung sind Physik und Mathematik. Was passiert, wenn man einen Rohstoff erhitzt, abkühlt, zerkleinert oder zusammenmischt? Wer das interessant findet, passt bestimmt in den Beruf.

Die Ausbilder Marc Hainke und Vitali Wolf sagen zum Abschluss: „Für uns Ausbilder war es eine spannende Herausforderung, einen jungen Mann auf sein Berufsleben vorzubereiten. Wir haben viel Zeit und Mühe investiert. Darum freuen wir uns umso mehr, dass Herr Boynuince die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, und dass wir ihn danach planmäßig übernehmen konnten. Dazu möchten wir herzlich gratulieren.“

BigBag Station
Schon in der Ausbildung muss man auch selbständig arbeiten – wie hier an der BIGBAG-Station.
Lernen Am Objekt

Die Absackung wird in der HPF-Produktion mit Unterstützung von Robotern durchgeführt – und die müssen richtig bedient werden. Yahya Boynuince (rechts) hört genau zu, was sein Ausbilder Vitali Wolf ihm erklärt.

Theorie Chemiekantenausbildung

Auch im Betrieb kommt man um die Theorie nicht herum: Das Buch „Chemietechnik“ gehört zu jeder Chemikanten-Ausbildung.

Ausbilder Und Auszubildender

Ausbilder Marc Hainke (links) ist stolz, dass Yahya Boynuince die Ausbildung erfolgreich absolviert hat.

Chemikant Urkunde

Yahya Boynuince ist glücklich. Die Ausbildung wurde mit Bravour bestanden!

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