Eine Partnerschaft mit Geschichte: Henkel und Quarzwerke seit 1930
Die Zusammenarbeit zwischen der Henkel AG & Co. KGaA und den Quarzwerken ist weit mehr als eine Geschäftsbeziehung – sie ist ein Stück gelebte Industriegeschichte. Schon vor 95 Jahren belieferten die Quarzwerke das Düsseldorfer Unternehmen mit hochwertigen Quarzmehlen – ein Rohstoff, der für die Produktion von Scheuermitteln von zentraler Bedeutung war.
Im Jahr 1930 begann die Belieferung von Henkel mit Quarzmehl aus dem Mahlwerk in Frechen. Henkel setzte bei der Herstellung von Produkten wie „ATA“ oder „IMI“ auf hochfein vermahlenen Quarzsand, eine Qualität, die die Quarzwerke in großer Menge zuverlässig bieten konnten.
Um den wachsenden Bedarf von Henkel zu decken, beschlossen die Quarzwerke 1935 den Bau eines zweiten Mahlwerks im Neusser Rheinhafen. Der Standort war strategisch ideal: Nur wenige Kilometer vom Henkel-Werk in Düsseldorf entfernt, konnten Lieferungen direkt über den Rhein erfolgen.
Am 1. März 1937 nahm das neue Werk seinen Betrieb auf. Ausgestattet mit gasbetriebenen Trockenanlagen und einer leistungsstarken AEG-Hochspannungsanlage galt es als technische Vorzeigeanlage jener Zeit. Auch in Sachen Arbeitssicherheit setzte es Maßstäbe, insbesondere bei der Bekämpfung von Quarzstaub, einem zentralen Gesundheitsrisiko der damaligen Zeit.
Transport auf dem Rhein – die „MS Silicium I“
Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Partnerschaft weiter an Dynamik – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Mit der „MS Silicium I“ verfügten die Quarzwerke ab 1954 über ein eigenes Transportschiff, das Quarzmehl direkt zu Großkunden wie Henkel brachte.
Die 67 Meter lange „MS Silicium I“ lief 1954 vom Stapel und pendelte jahrzehntelang zwischen Neuss, Mannheim und Basel. Sie symbolisierte die enge Verbindung der beiden Traditionsunternehmen, die auf Verlässlichkeit, technischer Innovation und regionaler Verbundenheit beruhte.
Heute blicken Henkel und die Quarzwerke auf über 90 Jahre enger Zusammenarbeit zurück. Während Henkel zum global führenden Markenunternehmen heranwuchs und die Quarzwerke ihre Kompetenz in der Gewinnung und Veredelung mineralischer Rohstoffe immer weiter ausbauten, blieb das Fundament ihrer Partnerschaft unverändert: Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit.
Was einst mit einem Mahlwerk in den 1930er Jahren begann, hat sich zu einer Geschichte entwickelt, die Rhein, Region und Wirtschaft nachhaltig geprägt hat.





