Hauptsache wild: Wilde Möhre, Wilder Majoran und Wildapfel am Wegesrand.

Am Straßen- und Wegrändern blüht gerade die Wilde Möhre (Daucus carota) in Massen. Kaum jemand weiß, dass sich am unteren Ende dieses weißen Doldenblütlers eine verdickte Wurzel befindet, die als wilde „Urmöhre“ gilt.

Sie ist bei Weitem nicht so groß wie eine Supermarktmöhre, aber sie riecht und schmeckt deutlich genauso!

Die Wurzel der Wilden Möhre sieht auf den ersten Blick nicht unbedingt nach Möhre aus, aber sie riecht und schmeckt so.

Leider ist die Pflanze trotz ihrer charakteristischen einzelnen roten Blüte in der Doldenmitte leicht mit weiteren, teils giftigen Doldenblütlern wie dem Schierling zu verwechseln! Auch wäre es sehr mühsam, die kleinen und schmutzigen Wurzelknollen zu einer Mahlzeit zu verarbeiten.

Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Menschen schon als erste Ackerbauern begannen, Obst und Gemüse, das größer und schmackhafter als die Wildform sein sollte, zu züchten.

So wurden aus kleinen Walderdbeeren unsere großen Erdbeeren, aus winzigen Wild- bzw. Vogelkirschen fleischige Süß- und Sauerkirschen, aus kleinen Wild- bzw. Holzäpfelchen und -Birnchen knackig süße Früchte, aus kleinen sauren Schlehen große Pflaumenarten, aus wilden, stacheligen Brombeeren saftige und leicht zu pflückende Brombeeren und aus dem Wilden Majoran (Origanum vulgare), oder auch Oregano genannt, das Küchenkraut mit größeren Blättern.

Es gibt noch viele Beispiele, und es lohnt sich zur passenden Zeit die Wildfrüchte und Kräuter zu sammeln und sie einfach mal zu probieren – Rezepte gibt es viele!

Im Moment locken übrigens ganz viele leckere Brombeeren am Wegrand…!

Quarzwerke Gruppe

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