Härtetest auf der A4 – Versuche für Fahrbahnmarkierungen in den 70ern

Ohne sie wäre das Chaos auf den Straßen groß: Fahrbahnmarkierungen kennzeichnen Fahrspuren genauso wie Rad- und Fußgängerwege. Sie bieten damit Orientierung und erhöhen die Sicherheit für alle Verkehrsbeteiligten. Erfunden wurden die bekannten Markierungsstreifen bereits 1911 von Edward N. Hines (1870–1938), der zu jener Zeit Mitglied der Straßenkommission des Wayne County in Michigan war. Doch es dauerte noch bis in die 1920er Jahre, bis die Streifen auch auf deutschen Straßen für mehr Sicherheit sorgten.

Seit geraumer Zeit entwickeln auch die Quarzwerke Fahrbahnmarkierungen, denn die verschiedenen Cristobalit-Produkte, die aus Quarz hergestellt werden, eignen sich hervorragend für belastbare Straßenmarkierungen. Durch die Zugabe unterschiedlicher Stoffe können die Fahrbahnstreifen vielfältige Eigenschaften annehmen: Eine Kombination aus Cristobalitsand und -mehl eignet sich z.B. für die Herstellung von hellen oder farbigen Markierungen. Weißer Quarz sorgt dagegen für eine strukturierte Oberfläche, sodass sich bei Regen kein Wasserfilm bildet und Reflexion verhindert wird.

Damals wie heute sind Markierungsstreifen stets harten Bedingungen ausgesetzt: Sie müssen bei Wind und Wetter erkennbar sein, dürfen keine rutschige Oberfläche entwickeln und auch unter der Last von tausenden Fahrzeugen nicht abreiben oder ihre Farbe verlieren.

Um die Fahrbahnmarkierungen der Quarzwerke auf Herz und Nieren zu testen, fanden deshalb bereits in den 70ern Markierungsversuche unter realen Bedingungen statt. So wurden am 10. und 11. Mai 1973 auf einem gesperrten Abschnitt auf der A4 zwischen Köln und Aachen Testmarkierungen auf die Asphaltdecke aufgetragen. In Handarbeit wurden die Streifen dabei – anders als sonst üblich – quer über die Fahrbahndecke gezogen. Einen Monat später trugen die Quarzwerke weitere Testmarkierungen hinter der Autobahnauffahrt in Kerpen auf Betonboden auf. Wie der Versuchsbericht vom 05.06.1973 verlauten lässt, waren die Bedingungen für den Produkttest optimal: „Die Auftragung verlief reibungslos. Das Wetter war günstig, die Temperatur hoch, dadurch waren die Massen etwas dünnflüssiger“.

Auch heute noch testen die Quarzwerke neue Produkte direkt auf den Straßen. Auf einer gefährlichen Fahrradstrecke entlang des Rheins in Koblenz wurde die Fahrbahnmarkierung zu Testzwecken mit SILGLOW® aufgetragen. Das Besondere an der Markierung: Vom Tageslicht aufgeladen, leuchten die Fahrbahnstreifen mit SILGLOW® in der Dunkelheit. So weist die Straßenmarkierung auch nachts den Weg und erhöht durch eine bessere Sichtbarkeit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.


Markierungsversuche 1973: Für die Teststreifen wird das Produkt per Hand angerührt.

Markierungsversuche 1973: Für die Teststreifen wird das Produkt per Hand angerührt.

Markierungsversuche 1973: Auch die Markierung selbst wird noch in Handarbeit auf die Straße aufgetragen.

Markierungsversuche 1973: Auch die Markierung selbst wird noch in Handarbeit auf die Straße aufgetragen.

Markierungstest 1973: Anders als bei der normalen Fahrbahn werden die Streifen beim Test quer über die Fahrbahn gezogen.

Markierungstest 1973: Anders als bei der normalen Fahrbahn werden die Streifen beim Test quer über die Fahrbahn gezogen.

Markierungstest 1973: Auch beim Test wird auf eine sorgfältige und saubere Markierung geachtet.

Markierungstest 1973: Auch beim Test wird auf eine sorgfältige und saubere Markierung geachtet.

Markierungstest 1973: Die Ziffern geben die Bezeichnungen der Beschichtungen an.

Markierungstest 1973: Die Ziffern geben die Bezeichnungen der Beschichtungen an.

Aktueller Markierungstest: Fahrbahnmarkierungen mit SILGLOW® leuchten bei Dunkelheit und erhöhen damit die Verkehrssicherheit.

Aktueller Markierungstest: Fahrbahnmarkierungen mit SILGLOW® leuchten bei Dunkelheit und erhöhen damit die Verkehrssicherheit.

Quarzwerke Gruppe

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