Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium), oder: Warum ist eine Blume gewöhnlich und gemein?

Das hört sich gar nicht nett an: Gewöhnlich oder gemein soll diese unscheinbare weiße Blume sein?

Biologen verbinden mit den beiden Adjektiven etwas Anderes: Bei Namen von Lebewesen bedeutet „gemein“ oder „gewöhnlich“, dass diese Art für die Namensgeber die bekannteste ist oder keine besonderen Merkmale hat und, dass sie weit verbreitet ist. Das betrifft übrigens nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere (Gewöhnlicher Krake) und Pilze (Gemeiner Rotfußröhrling). Keiner dieser Vertreter ist also hinterhältig oder langweilig!

Die Gewöhnliche Schafgarbe ist im Moment eine der wenigen Wildblumen, die noch Blüten trägt. Sie hat keine besonderen Ansprüche an den Boden, wächst gerne an Stellen, wo Schafe weiden (!) und wurde schon von den alten Griechen als Arzneipflanze genutzt. Achilles heilte nach einer griechischen Legende mit dem Kraut die Wunden eines Königs und verlieh so dieser Pflanze seinen Namen: Achillea.

In der Volksmedizin wird sie, unter anderem als Tee, gegen Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen, Blutarmut und vieles andere eingesetzt. Im Frühling sind die jungen, leicht bitteren Blättchen eine leckere Salatzutat.

Auch hier profitiert mal wieder nicht nur der Mensch von dieser Pflanze, sondern auch zahlreiche Insektenarten. In einem insektenfreundlichen Garten sollte sie deshalb nicht fehlen. Es gibt übrigens inzwischen auch für den Ziergarten Achillea-Sorten in vielen verschiedenen Gelb- und Rottönen!

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