Bienenautobahn in Gambach

Es ist angerichtet!

An unserem Standort in Gambach ist extra für Sandbienen ein idealer Platz für ihre Nester hergerichtet worden. „Hergerichtet“ heißt in diesem speziellen Fall, dass eine sandige Fläche abgeschoben wurde.

Es gibt in Deutschland gut 120 verschiedene Sandbienenarten, die fast alle eine sandige und vegetationsfreie oder vegetationsarme Fläche benötigen, um sich fortzupflanzen. Da ohne „Zerstörung“ keine solchen Flächen entstehen, müssen die Kollegen in Gambach regelmäßig mit dem Radlader ran.

Im Bereich der stillgelegten Schlämmteiche werden so alle drei Jahre die Flächen wieder für die Sandbienen „schick“ gemacht.

Sandbienen sind, anders als Honigbienen, Einzelgänger und bauen ihre Nester in die Erde. Dazu muss die Beschaffenheit des Bodens so sein, dass die kleinen Insekten auch graben können – immerhin buddeln die Sandbienen bis zu 60 cm tiefe Löcher in den Boden.

In der Regel baut das Weibchen das Nest alleine. Die Männchen spielen nur bei der Paarung eine Rolle. Diese findet vor allem am Boden oder in der Nähe der Nistplätze an Blüten statt. Manche Sandbienenarten haben sogar gewisse Vorlieben für ganz bestimmte Blumenarten.

Der Bau der Nestlöcher ist sehr mühsam

Nach der Paarung graben die Weibchen tiefe Gänge in den Boden, gelegentlich werden auch alte Nestbauten genutzt. Um die Löcher herum sieht man dann kleine Erdhäufchen. Es handelt sich um das herausgetragene Erdreich, das durch den Speichel der Sandbiene in kleinen Klümpchen gebunden ist. Manchmal rollen Erdkrümel wieder zurück in das Loch und die Biene muss sie erneut hinausschieben. Regen kommt den Bienen dabei sehr gelegen, denn das durch die Nässe vermengte Speichel-Boden-Gemisch härtet beim Trocknen aus und bildet einen sicheren und stabilen Eingang zum Bau.

Die Neströhren haben Seitengänge und enden stets in Brutzellen. In die Brutzellen werden, quasi als Lunchpaket, Nektar und Pollen gelegt. Die frisch geschlüpften Larven verzehren den Nahrungsvorrat und verpuppen sich nach wenigen Wochen – all das passiert im Boden. Im späten Sommer schlüpfen dann die erwachsenen Bienen, bleiben aber bis zum Frühjahr des nächsten Jahres in der Brutzelle. Erst im kommenden Jahr schlüpft dann die nächste Generation.

Die „Bienenautobahn“ in Gambach ist jedes Jahr gut besucht

Unser Standort Gambach unterstützt die Sandbienen seit mehreren Jahren. Und die sogenannte „Bienenautobahn“, die jetzt wieder angelegt wurde, ist dicht bevölkert. Dicht an dicht sind die Röhren zu sehen, und überall summt und brummt es leise.

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