Bild eines Eisbrechers

Eisbrecher „Lausitz“ – Der kleine Koloss im Werk Hohenbocka

Langsam hält der Winter bei uns Einzug. Die ersten Flocken sind bereits gefallen und das Barometer verheißt Minusgrade. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass bald schon die Schlittschuhe zum Einsatz kommen, wenn die ersten Seen und Teiche zugefroren sind. Während das Herumtollen auf dickem Eis für viele zu den Höhepunkten des Winters zählt, ist für unseren Förderbetrieb die Eisdecke auf den Seen allerdings hinderlich – so etwa in unserem Werk im brandenburgischen Hohenbocka. Vom Grund eines Teiches wird hier mit Hilfe eines Schwimmbaggers Quarzsand gewonnen. Wenn das Eis auf dem See zu dick wird, ist der Bagger allerdings nicht mehr arbeitsfähig. Um den Betrieb in Hohenbocka auch nach Wintereinbruch aufrecht zu erhalten, ist deshalb vor Ort unser Eisbrecher mit dem Namen „Lausitz“ im Einsatz.

Auf den Ozeanen und Polarmeeren zählen Eisbrecher mit zehntausenden Tonnen Gewicht und ebenso viel Pferdestärken an Motorleistung zu den wahren Kolossen der Schifffahrt. Hier kann unsere „Lausitz“ zugegebenermaßen nicht ganz mithalten. Dennoch bringt der kleine Koloss noch stolze 30 Tonnen auf die Waage. Und auch die 300 PS Motorleistung können sich sehen lassen. Die braucht der Eisbrecher auch, denn in kalten Wintern gilt es auf dem Teich eine Eisdecke von 10 cm und mehr zu knacken. Dass der Betrieb auch bei extremer Witterung aufrechterhalten wird, ist enorm wichtig, denn die Glas- und Gießerei-Industrie in der Region ist auf die zuverlässige Lieferung von Quarzsand angewiesen. So wird denn wohl auch in diesem Winter die „Lausitz“ wieder treu ihre Bahnen auf den Teich am Werk Hohenbocka ziehen. Diese Bahn mag mit etwa 200 Metern Länge nicht ganz an die großen Weiten der nördlichen Eismeere heranreichen.  Aber zumindest ein großer Fisch im kleinen Teich ist die „Lausitz“ allemal.


 

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