Bild der Schwimmer

Die Pumpleitungen in den Halterner Silberseen

So manch einem Wanderer oder Badegast werden sie schon aufgefallen sein. In den Halterner Silberseen verlaufen große und miteinander verbundene Rohre, die teilweise mit Schwimmkörpern auf dem Wasser gehalten werden.

Dass diese Rohre unweigerlich mit den Quarzwerken zu tun haben, liegt durch die Nähe des Werks da fast schon auf der Hand. Die Gewinnung der Quarzsande in Haltern erfolgt nämlich ausschließlich unter dem Grundwasserspiegel mit einem Saugbagger, der mit einem speziellen Schneidkopf ausgerüstet ist. Der Schneidkopf lockert das Gestein und im Anschluss wird das so gewonnene Wasser-Sand-Gemisch über die Rohrleitungen Richtung Aufbereitungswerk gepumpt.

Im Dezember 1968 wurde die erste Förderleitung für Rohsand im damaligen Förderteich Haltern-West gebaut. Sie verlief vom Pumpschiff bis zum Aufbereitungswerk und erleichterte den Quarzsandtransport um ein Vielfaches. Der Bau der ersten Pumpleitung erforderte übrigens teils schweres Gerät, wie zum Beispiel im Fall eines Brückenbaus über die damalige B51 (Heute L551, Münsterstraße). Der Bau sorgte damals für große Aufmerksamkeit, denn die Straße musste komplett gesperrt werden und der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Mitten in der Nacht hiefte ein schwerer Kran die Brücke in ihr Fundament und spannte so sprichwörtlich den Bogen vom See zum Werk.


Auf Schwimmpontons gelagert. Die Rohre führen vom Pumpschiff ans „Festland“.

Auf Schwimmpontons gelagert. Die Rohre führen vom Pumpschiff ans „Festland“.

Gut sichtbar und schwimmend im See. Ein Teil der Pumpleitungen.

Gut sichtbar und schwimmend im See. Ein Teil der Pumpleitungen.

Blick in die Geschichte. Ein Modell des damaligen Standortes Haltern. Die rote Linie zeigt das Rohleitungssystem zwischen der Lagerstätte Haltern-West (rechts) und der Lagerstätte Haltern-Ost (Mitte), von wo aus das Sand-Wasser-Gemisch ins Werk transportiert wird. Das Modell wurde auf der Internationalen Gießerei Fachmesse (GIFA 1962) ausgestellt.

Blick in die Geschichte. Ein Modell des damaligen Standortes Haltern. Die rote Linie zeigt das Rohleitungssystem zwischen der Lagerstätte Haltern-West (rechts) und der Lagerstätte Haltern-Ost (Mitte), von wo aus das Sand-Wasser-Gemisch ins Werk transportiert wird. Das Modell wurde auf der Internationalen Gießerei Fachmesse (GIFA 1962) ausgestellt.

Mit schwerem Gerät wird die Brücke für die Pumpleitung im Dezember 1968 an Ihre Stelle gesetzt.

Mit schwerem Gerät wird die Brücke für die Pumpleitung im Dezember 1968 an Ihre Stelle gesetzt.

Das letzte Stück. Für den Bau der Brücke musste die damalige B51 für einige Stunden gesperrt werden.

Das letzte Stück. Für den Bau der Brücke musste die damalige B51 für einige Stunden gesperrt werden.

Die fertige Brücke für die Pumpleitung der Quarzwerke in Haltern über die damalige B51 (heute L551, Münsterstraße).
Die ersten Abschnitte des Leitungssystems liegen bereit.

Die ersten Abschnitte des Leitungssystems liegen bereit.

Stück um Stück geht es voran. Der Bau der Pumpleitung vor fast 50 Jahren.

Stück um Stück geht es voran. Der Bau der Pumpleitung vor fast 50 Jahren.

Schnurstracks geradeaus. Die Pumpleitungen laufen zum Aufbereitungswerk.

Schnurstracks geradeaus. Die Pumpleitungen laufen zum Aufbereitungswerk.

Von den Saugbaggern in den Seen wird das Wasser-Sand-Gemisch umweltschonend zum Aufbereitungswerk transportiert.

Von den Saugbaggern in den Seen wird das Wasser-Sand-Gemisch umweltschonend zum Aufbereitungswerk transportiert.

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