Bündnis Biodiversität zu Gast bei Quarzwerke Frechen

Strahlender Sonnenschein und viele interessierte Gäste: Gemeinsam mit dem Bündnis für Biodiversität der IHK Köln haben Quarzwerke am Standort Frechen gezeigt, wie Ökonomie und Ökologie ganz konkret zusammenwirken können. Nicht als theoretisches Konzept, sondern sichtbar, hörbar und erlebbar vor Ort.

Rund sechs Kilometer führte die Exkursion mitten hinein in die Gewinnungsflächen – und ebenso tief in eine zentrale Frage unserer Zeit: Wie kann industrielle Nutzung und Natur gemeinsam funktionieren?

Biodiversität mitten im laufenden Betrieb

Was die Teilnehmenden erlebten, war eindrucksvoll: Tümpel als Lebensraum für Amphibien, geschützte Bereiche für Uferschwalben, Rückzugsräume für Fledermäuse – und all das nicht erst nach dem Abbau, sondern parallel zur laufenden Rohstoffgewinnung.

Genau hier liegt der entscheidende Unterschied: Biodiversität wird bei Quarzwerke nicht nachgelagert, sondern von Anfang an mitgedacht. Maßnahmen entstehen integriert in die Planung und den Betrieb – als Teil der Verantwortung für den Standort und die Region.

„Heute konnte man Biodiversität sehen, hören und spüren“, sagt Gastgeberin Britta Franzheim, Biologin bei Quarzwerke. „Zwischen fliegenden Uferschwalben, die ziemlich genau wissen, wo sie hinwollen, und unserer Fledermaushöhle, die seit Jahren als Winterquartier genutzt wird, wird deutlich, was Biodiversitätsarbeit an einem Industriestandort bedeuten kann.“

Natur auf Zeit – und der Wunsch nach verlässlichen Rahmenbedingungen

Ein zentrales Thema der Gespräche war das Konzept der „Natur auf Zeit“. Viele Unternehmen möchten Biodiversität fördern, stoßen jedoch an regulatorische Grenzen. Wenn temporäre ökologische Maßnahmen zu dauerhaften Nutzungseinschränkungen führen, entsteht Planungsunsicherheit.

Hier braucht es mutige und praxistaugliche Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Natur Raum zu geben, ohne wirtschaftliche Entwicklung auszubremsen. Gerade Netzwerke wie das Bündnis für Biodiversität leisten hier einen wichtigen Beitrag: durch Austausch auf Augenhöhe, gemeinsames Lernen und das Sichtbarmachen guter Beispiele.

Biodiversität als Haltung

Die Exkursion machte deutlich: Biodiversität ist bei Quarzwerke kein Feigenblatt und keine „nette Beigabe“. Sie ist Haltung. Verantwortung. Und ein klares Bekenntnis.

Denn Biodiversität ist Grundlage: – für funktionierende Ökosysteme
– für Akzeptanz in der Region
– und für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen

Oder, wie es eine Teilnehmerin zusammenfasste: Die Zukunft entsteht genau dort, wo Ökonomie und Ökologie nicht als Gegensätze, sondern als gemeinsame Chance verstanden werden.

Quarzwerke bedankt sich bei allen Teilnehmenden des Bündnisses für Biodiversität der IHK Köln für den offenen Austausch, die interessierten Fragen und die lebhaften Diskussionen – und freut sich auf den weiteren gemeinsamen Weg.