Beeindruckende (Greif-)Vogelwelt am Standort Caminau

Viele Mitarbeiter in den Standorten sind mittlerweile versierte Vogelbeobachter geworden und fotografieren spektakuläre Bilder auf den Werksgeländen, wo sich zahlreiche Vogelarten wohlfühlen.

Hier einige Beispiele von unserem Stanort Caminau:

Der Rotmilan (Milvus milvus) ist aufgrund seines gegabelten Schwanzes und seiner rostroten Färbung gut vom ähnlich großen Mäusebussard zu unterscheiden. In Deutschland brütet die Hälfte des Weltbestands, und in Sachsen liegt eines der Hauptvorkommen dieses geselligen Raubvogels. Man sieht ihn öfter in Gemeinschaft mit weiteren Rotmilanen am Himmel. Dort werden gelegentlich auch schon mal Beutetiere wie Wühlmäuse und kleine Vögel im Flug ausgetauscht und waghalsige Flugmanöver ausgeführt. Die meisten Milanpaare bleiben ihr Leben lang zusammen und verteidigen ihr Brutrevier auch gegen größere Mitbewerber wie den Seeadler (Foto).

Einer der vier heimischen Adlerarten

Der Seeadler (Haliaeetus albicilla) (wir berichteten bereits im Blog über den Seeadler in Caminau) ist der größte Raubvogel in unserer Reihe und einer von vier heimischen Adlerarten. Er ist braun mit weißem Schwanz und stark gefingerten Flügeln. Wie der Name schon sagt, lebt er an Seen und großen Gewässern hauptsächlich in Norddeutschland, wo er bevorzugt Fische und Wasservögel bis zu einem Gewicht von 5 Kilogramm (!) erbeuten kann. Mit seiner lebenslangen Partnerin baut er jährlich den gewaltigen Adlerhorst (Durchmesser bis 2 m) in alten Bäumen oder an Klippen neu aus und bekommt dort bis zu 3 Junge.

Der Mäusebussard (Buteo buteo) ist in dieser Reihe der häufigste Greifvogel und gilt als nicht gefährdet. Oft sieht man ihn an Straßenrändern sitzen und kann dabei gut die unterschiedlichen Gefiederfärbungen von dunkelbraun bis hellweiß erkennen. Im Flug ist er etwa so groß wie ein Rotmilan, hat aber einen gefächerten Schwanz. Auch schreit er im kreisenden Flug ähnlich wie eine Katze. Deshalb wurde er im Mittelhochdeutschen Bus-Aar = „Katzenadler“ genannt, obwohl seine Hauptnahrung Mäuse sind! Es verwundert nicht, dass auch Bussardpaare ihr Leben lang verbunden bleiben!

Der Kranich (Grus grus) fällt aus dieser Reihe insofern heraus, als dass er kein Raubvogel ist. Wir kennen ihn hier im Westen Deutschlands lediglich von seinen beeindruckenden Flugformationen in Herbst und Frühling, wenn abertausende Kraniche mit lauten Trompetenrufen in die Sommer- bzw. Winterquartiere fliegen. Mittlerweile bleiben aber auch einzelne Tiere im Winter bei uns, wie in Caminau zu beobachten. Sie haben den Vorteil, dass sie zuerst die besten Brutplätze belegen und sich die kräftezehrende Reise sparen können. Und natürlich bleiben Kraniche auch ihr Leben lang als Paare zusammen, was sie in jedem Jahr mit einem Kranichtanz beeindruckend bezeugen.

Quarzwerke Gruppe

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