5 Fragen an: Oliver Ruetz, Vertriebsleiter bei Quarzwerke

  1. Was bedeutet die Corona-Krise für Quarzwerke?

Gerade unsere Bereiche, wie Gießerei und teilweise Glas, sind doch sehr schwer getroffen. Der Shutdown vieler unserer Kunden im April aufgrund von Produktionsstops in der Automobilindustrie hat in den letzten beiden Monaten den Bedarf an unseren Sanden extrem reduziert. Viele Gießereien „fahren auf Sicht“, was bedeutet, dass wir kaum für den Folgenmonat planen können.

2. Was hat sich verändert?

Zunächst einmal gibt es momentan keine Kundenbesuche. Ebenfalls können wir keine Gäste empfangen, ob nun im Werk oder auf Messen. Es wird sich zeigen, wie und wie oft uns unsere Kunden zukünftig empfangen werden.

Die Kommunikation wird jetzt digital. Wir nutzen Videokonferenzen und deutlich mehr Emails. Aber auch der gute alte Telefonvertrieb erlebt eine richtige Renaissance. Wichtig ist eben, dass unsere Kunden ihre Ansprechpartner sofort erreichen können.

3. Was sind die Aufgaben des Vertriebs?

Die Aufgaben unseres Vertriebes sind, neben der Pflege der Kundenbeziehung, in erster Linie die sich verändernden Bedürfnisse unserer Kunden zu identifizieren und Lösungen vorzuschlagen.

Zum Beispiel erhält ein Kunde mit der Konfektionierung unserer Sande in Haltern die Möglichkeit, veränderten Bedingungen mit optimierten Sieblinien zu begegnen.

Hier machen wir Vorschläge und beschaffen gute Logistikkonzepte. Aber auch der Hinweis auf stabile Sieblinien und konstanten Chemismus ist immer Bestandteil im Gepäck beim Dialog mit dem Kunden.

Für uns ist wichtig, dass die Qualität der ersten Lieferung genauso gut ist, wie die der letzten.

4. Was finden Kunden an Quarzwerke?

Das Netzwerk der Quarzwerke-Standorte bietet unseren Kunden einen Zugriff auf gleichwertige Qualitäten. In vielen Anwendungen schätzen die Kunden das Gefühl der Sicherheit, wenn Quarzwerke von unabhängigen Standorten Alternativprodukte darstellen kann.

An vielen dieser Standorte betreibt Quarzwerke Bahnverladungen. Immer mehr Kunden suchen diese umweltfreundliche Logistikalternative, um den LKW-Transport nur für die letzten Kilometer zu nutzen. Moderne Supply Chain Systeme, wie Intermodularer Verkehr oder Bahnumschlag mit Silolager in der Kundenregion, kommen dabei zunehmend häufiger zum Einsatz.

5. Was nehmen Sie sich für die Zukunft vor?

Wir wollen noch mehr zuhören. Wir wollen gute Ideen von unseren Kunden mitnehmen und diese zu Produkten und Leistungen verarbeiten, damit der Kunde und am Ende wir, weiter wachsen können.

Und: wir suchen Erfolg mit Logistik. Damit ist nicht gemeint, mit Transporten mehr zu verdienen, sondern vielmehr wollen wir Kunden davon überzeugen, mit intelligenter Logistik bessere und werthaltigere Produkte einzusetzen.

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