125 Jahre AKW – 30 Jahre gemeinsam mit den Quarzwerken
125 Jahre Amberger Kaolinwerke, 30 Jahre Zugehörigkeit zur Quarzwerke Gruppe – zwei Jubiläen, die für Tradition, Wandel und Zukunft stehen. Kaum jemand hat diese Entwicklung so intensiv begleitet wie Bernhard Neudecker. Über vier Jahrzehnte war er in verschiedenen Funktionen für die Amberger Kaolinwerke tätig. Auch heute bringt er seine Erfahrung noch in wichtige Zukunftsprojekte ein.
Herr Neudecker, Sie verbindet eine lange Geschichte mit den Amberger Kaolinwerken. Stellen Sie sich bitte kurz vor. Wie ist Ihre Zeit bei AKW verlaufen?
Mein Weg in der Kaolinindustrie begann 1983 in Schnaittenbach. Damals startete ich als Betriebsingenieur in der Produktion. Im Laufe der Jahre durfte ich verschiedene Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernehmen – unter anderem als Produktionsleiter und später zehn Jahre als Werksleiter.
Insgesamt habe ich die Entwicklung von AKW über mehr als vier Jahrzehnte begleitet. Dabei standen immer wieder Veränderungen und Zukunftsprojekte im Mittelpunkt: Wir haben Werke modernisiert, kontinuierlich Prozesse verbessert und uns immer wieder auf neue Marktanforderungen eingestellt. Hervorzuheben ist als Vorzeigeprojekt die konzeptionelle Entwicklung und Verantwortung für das heutige Werk Schnaittenbach, in Betrieb genommen 2016.
Und auch heute noch unterstütze ich AKW in beratender Funktion bei der Weiterentwicklung des Werkskonzepts und beim Neubau der Aufbereitung in Hirschau, dem absoluten Zukunftsprojekt für den Standort. Es freut mich sehr, weiterhin einen aktiven Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens leisten zu können.

Wenn Sie auf die Geschichte von AKW blicken: Was macht dieses 125-jährige Jubiläum für Sie persönlich besonders?
Ein 125-jähriges Firmenjubiläum ist etwas ganz Besonderes und keineswegs selbstverständlich. Wenn man auf eine so lange Unternehmensgeschichte zurückblickt, dann wird deutlich, dass hinter dieser Zahl Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen, die mit ihrem Wissen, ihrem täglichen Einsatz und ihrer Verbundenheit das Unternehmen nachhaltig geprägt und mitgestaltet haben. Deshalb ist es für mich ganz persönlich vor allem ein Anlass, allen Danke zu sagen.
Gleichzeitig zeigt die Geschichte von AKW, dass langfristiger Erfolg nur möglich ist, wenn man bereit ist, sich immer wieder weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Genau das hat das Unternehmen in den vergangenen 125 Jahren immer wieder bewiesen.


Vor 30 Jahren wurden die Amberger Kaolinwerke Teil der Quarzwerke Gruppe. Welche Bedeutung hatte dieser Schritt für AKW und wie haben Sie diese Zeit persönlich erlebt?
Die Zugehörigkeit zur Quarzwerke Gruppe war aus meiner Sicht der entscheidende Schritt für die langfristige Entwicklung von AKW.
Verändert haben sich vor allem die Rahmenbedingungen. Die Zusammenarbeit ist internationaler geworden, der Austausch zwischen den Standorten intensiver und die Möglichkeiten durch Investitionen in moderne Technologien deutlich größer.
Heute profitieren wir von einem starken Netzwerk innerhalb der Gruppe und von einer engen standortübergreifenden Zusammenarbeit. Dadurch entstehen neue Perspektiven und Chancen, die es in dieser Form früher nicht gab.
Persönlich habe ich diese Zeit als sehr spannend erlebt. Natürlich bringt jede Veränderung Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig entstanden viele neue Chancen für Zusammenarbeit, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Projekte innerhalb der Gruppe.
Gleich geblieben sind die Werte, die AKW seit jeher auszeichnen: Die hohe Fachkompetenz, die Verbundenheit mit der Region, das Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit unseren Rohstoffen und vor allem die Menschen, die das Unternehmen tragen.
In den vergangenen 30 Jahren hat sich in der Quarzwerke Gruppe viel ereignet. Woran erinnern Sie sich am liebsten?
Besonders beeindruckend finde ich rückblickend die kontinuierliche Aufwärts-Entwicklung des Unternehmens. Quarzwerke Gruppe auf Wachstumskurs.
Es war spannend mitzuerleben, wie sich die Werke technologisch weiterentwickelt haben und wie mit vielen einzelnen Investitionen moderne und leistungsfähige Standorte entstanden sind. Und die Anzahl der Standorte hat auch stetig zugenommen.
Noch wichtiger sind für mich aber die Menschen und die Zusammenarbeit. Viele Herausforderungen konnten nur gemeinsam gemeistert werden. Diese Mischung aus Erfahrung, Teamgeist und dem Willen, Dinge voranzubringen, hat die Quarzwerke in den letzten 30 Jahren hinweg geprägt.
Wenn ich die vergangenen Jahrzehnte in wenigen Worten beschreiben müsste, dann wären es Fortschritt, Zusammenarbeit und Zukunftsorientierung.
Nun öffnen Sie bald wieder ein neues Kapitel – der Ruhestand steht vor der Tür. Worauf freuen Sie sich am meisten? Was möchten Sie Ihren jungen Kolleginnen und Kollegen bei AKW für die Zukunft mitgeben?
Auf den Ruhestand freue ich mich natürlich. Endlich bleibt mehr Zeit für Familie, Freunde, Reisen und all die Dinge, die im Berufsalltag oft zu kurz kommen.
Ganz verabschieden werde ich mich von AKW aber nicht. Es macht mir Freude, meine Erfahrungen weiterhin in laufende Projekte einzubringen und die Entwicklung des Unternehmens zu begleiten.
Den jüngeren Kolleginnen und Kollegen möchte ich vor allem eines mitgeben: Bleiben Sie neugierig und offen für Veränderungen. Technologien, Märkte und Anforderungen entwickeln sich ständig weiter – und damit auch unsere Arbeit.
Gleichzeitig sollten wir den großen Erfahrungsschatz im Unternehmen nutzen. Die besten Lösungen entstehen oft dort, wo Bewährtes und Neues zusammenkommen.
Und nicht zuletzt: Erfolg ist immer Teamarbeit. Respekt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind die Grundlage dafür, dass Veränderungen gelingen und unser Unternehmen langfristig erfolgreich bleibt.

Herr Neudecker, vielen Dank für das Gespräch.
125 Jahre AKW und 30 Jahre Quarzwerke Gruppe zeigen eindrucksvoll, wie Tradition, Innovationskraft und Zusammenhalt gemeinsam Zukunft gestalten können. Mit dem Neubau der Aufbereitung in Hirschau wird bereits das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte geschrieben.