24. Juni und das Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Nach über einem Jahr beenden wir heute unsere Rubrik „Online-Natur während der Coronakrise“ mit der Hoffnung, dass wir ab sofort wieder unsere bewährte Umweltbildung vor Ort anbieten können. In diesen Tagen starten die NaSa-Forscher-Exkursionen in und um die Quarzsandgrube Frechen. Am 24. Juni war übrigens Johannistag, kurz nach der Sommersonnenwende am 21. Juni.

Johannistag: Ein wichtiger Tag im Jahreslauf

Der 24. Juni ist der Namenstag des Hl. Johannes des Täufers und war im bäuerlichen Landleben schon immer ein wichtiger so genannter „Los-Tag“, also ein Tag, der entscheidend für das Wetter, die Ernte oder Aussaaten ist: An diesem Tag, den die Kirche übrigens den heidnischen Sonnwendfesten am 21. Juni entgegengesetzt hat, endet die Ernte von Spargel und Rhababer (danach müssen die Pflanzen sich erholen), es beginnt die Ernte des reifen Getreides und auf den Almen die Heuernte, die Johannisbeeren und Kirschen sind reif.

Dunkelrotes Johanniskrautöl

Und das Johanniskraut blüht und hat jetzt den größten Gehalt an Hypericin, einem Wirkstoff, der als Arzneimittel verwendet wird. Dieser ist im dunkelroten Johanniskrautöl enthalten und wird hauptsächlich in den Tüpfeln (daher der Name!) der Knospen und gelben Blüten konzentriert. Zerdrückt man eine Blüte auf dem Handrücken, so bleibt ein dunkelroter Fleck zurück.

Bestimmte Johanniskrautsorten werden zur Ölgewinnung sogar auf Feldern angebaut. Aufgrund seiner Wirksamkeit bei Depressionen aber auch als Einreibemittel bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und Verstauchungen, sowie wegen seiner heilenden Wirkung bei kleinen Wunden wird das dunkelrote Öl in größeren Mengen produziert und verarbeitet.

Alles Gute!

Mit der Hoffnung, dass wir in den kommenden Sommerferien nicht auf die Hilfe von Johanniskraut und Co angewiesen sind und vielleicht auch noch das Glück haben, einigen Johanniskäfern (Glühwürmchen) abends zu begegnen, wünschen wir Ihnen und Euch einen schönen Sommer, und noch einmal: Bleiben Sie bitte gesund!

Quarzwerke Gruppe

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